Verein

"Ein echter Badener geht nicht unter" - Vereinsgeschichte (Rudi Wochner)

Wenn der "Strand" schon im "Bad" ist, ist es zum Wassersport nicht weit. Das wissen die Kurstädter schon seit über 60 Jahren. Was also liegt näher, als sich nicht nur zum Vergnügen, sondern auch sportlich im kühlen Nass zu tummeln. Gesagt - getan. Der Zweigverein Wasserball wird 1947 als unselbstständige Sektion Schwimmen des BAC gegründet. Unter der Leitung von Wilhelm Seehof sen. nimmt die Sektion einen rasanten sportlichen Aufstieg und zählte bald zu den führenden Schwimmvereinen Österreichs.

Dies wird durch den mehrmaligen Gewinn der NÖ-Vereinsmeisterschaft im Schwimmen in den Jahren 1951 bis 1955 eindrucksvoll dokumentiert. Auch österreichweit werden in den Jugendkategorien Staatsmeistertiteln errungen. Die Stützen sind Wochner, Sengstschmid, Eichholzer und Sickinger bei den Damen, sowie  Holler, Scholda, Bansch und Ebner bei den Herren.

Die Wasserballer siegen erstmals 1953 unter Trainer Erich Schuh bei der NÖ-Landesmeisterschaft. Die Jahre danach treten Schwimmer und Wasserballer etwas ruhiger.

Größere Erfolge stellen sich erst wieder unter Trainer Franz Illes ein. Czerny, Quarda, Wagenhofer, Urban, Türk, Fischer-See, sowie Leminger und Breyer sind die Leistungsträger.

Die Wasserballmannschaft wird 1969 und 1970 B-Liga-Meister und spielen danach zwei Jahre in der A-Liga. Der Nachwuchs wird 1968 Österreichischer Jugend-, 1969 Österreichischer Junioren-Meister.

Anfang der 70-er Jahre erringt Paradeschwimmerin Ulla Freilinger zahlreiche Österreichische Meistertitel. Nach diesen Erfolgen setzt aber wieder eine längere Durststrecke ein. Der Schwimmbetrieb wird mangels eines Trainers eingestellt und nur mehr der Wasserballsport aufrecht erhalten. Die Mannschaft spielt um die NÖ-Landesmeisterschaft und in der B-Liga mit wechselndem Erfolg. Es ist nicht möglich, genug Jugendliche für diesen Sport zu gewinnen, um die für das Weiterbestehen so wichtige Nachwuchspflege zu betreiben.

Mitte der 80-er Jahre setzt ein Wandel ein, rund um Oliver Braunger, David Krepelka und Stefan Landl formiert sich wieder eine Nachwuchsmannschaft. 1985 erspielen die Athletiker dern nächsten Titel in der B-Liga. In den folgenden 11 Jahren sind die BAC-Wasserball in der obersten Spielklasse, der A-Liga vertreten, wobei allerdings durchwegs nur Ränge um das Tabellenende erreicht werden.

 1992 beginnt Arnulf Schönbauer - wieder einmal - ein Nachwuchsteam aufzubauen. Die Mannschaft mit Jugendnationalteamtormann Johannes Ademsamer, Marko Crnja, Arne Ebermann, Claus und Rainer Puhr, Mario Steinmeyer, Alexander Trnka und Stefan Waschta wird 1993 Dritter der Schülermeisterschaft und 1995 sogar Österreichischer Jugendmeister. Danach – wie so oft - zerfällt dieses Team wieder.

In den folgenden Jahren spielt der BAC lediglich um die Landesmeisterschaft, wo 1997 im vierzigsten Bestandsjahr des Zweigvereins der NÖ-Meistertitel errungen werden kann.

Erst mit der Gründung der Wiener Liga im Jahr 2000 bekommt der Wasserballsport in Baden neuen Schwung. Der BAC spielt mit einem Sonderstartrecht in der Wiener Meisterschaft mit.

2003 wird aus der Wiener Liga die Regionalliga Ost. In der zweithöchsten Spielklasse Österreichs ist der BAC immer unter den Top Drei plaziert. In den Jahren 2005 und 2007 erspielen die Athletiker unter Coach Fritz Lukat die Meisterkrone in der Regionalliga Ost.

2008 ist der BAC wieder für eine Saison in der Bundesliga tätig. Im selben Jahr starten die Athletiker unter Anleitung von Arnulf Schönbauer und Christian Lukat ein neues Nachwuchskonzept. Der bisher größte Erfolg wird im Jahr 2011 errungen. 16 Jahre nach dem letzten nationalen Nachwuchstitel wird der Badener AC in der Klasse U15 Österreichischer Meister. Dem nicht genug erspielen die Jüngsten zusammen mit Kooperationspartner ORF-SV den Österreichischen Meistertitel in der Kategorie U12.

Und so zeigt sich erneut: Ein echter Badener geht eben nicht unter.